Hans Lüdemann wurde 1961 in Hamburg geboren. Er studierte dort Jazz piano bei Joachim Kühn und klassisches Klavier am Hamburger Konservatorium. Es folgten Studien am Banff Centre/Kanada bei Dave Holland und Anthony Davis und das Jazz-Klavier-Studium an der Musikhochschule Köln bei Frank Wunsch und Reiner Brüninghaus, welches er mit dem ersten Jazz-Konzertexamen in Deutschland abschloss.
Hans Lüdemann begann seine professionelle Karriere 1985 in der Gruppe von Eberhard Weber/Jan Garbarek, spielte mit Paul Bley (Duo CD), Marc Ducret, Heinz Sauer, Toumani Diabaté, Mark Feldman, dem hR Jazzensemble, Angelika Niescier und vielen anderen grossen Musikern. Er arbeitet vor allem an seinen eigenen Projekten, die auch von seiner Neigung zur afrikanischen Musik geprägt sind. Dazu zählen das TRIO IVOIRE, Solo-Programme, das Trio ROOMS, die Gruppe RISM und Duos mit Reiner Winterschladen und Tata Dindin. Lüdemanns Musik ist dokumentiert auf über 20 CDs, darunter „Aphorisms“ (1990), „the natural piano“ (1994), „Futurism“ (1997), „Touching Africa“ (2006) und „Between the keys“ (2009). Er ist regelmässiger Gast auf internationalen Konzertbühnen und Festivals.
Als Komponist hat Lüdemann ein umfangreiches Werk von Solo- bis Orchestermusik geschaffen. Von 2003 - 2007 war er Mitglied der Bundesjury Komposition für die Villa Massimo. Lüdemann war Dozent an der Kölner Musikhochschule von 1993 - 2008, an der Europäischen Akademie Montepulciano seit 2001 und „Cornell Visiting Professor“ am Swarthmore College/USA 2009/2010.
Hans Lüdemann gilt als „einer der eigenwilligsten und ausdrucksstärksten europäischen Pianisten“ (Jazz Podium). Er lebt als freischaffender Musiker und Komponist in Hoffnungsthal bei Köln.
Aly Keita (Balafon) wurde 1969 in Abidjan/ Côte d'Ivoire als Sohn malischer Eltern geboren. Er stammt aus einer Malinké-Familie, die seit Generationen den Beruf des "Griots" (traditionelle Sänger und Musiker) ausübt. Er verbrachte seine Kindheit in Mali, wo er auf dem traditionellen pentatonischen Balafon zunächst bei Zouratié Coulibaly lernte. Zurück in Abidjan, begegnete er 1986 Georges Makinto, mit dem er erstmalig Jazzmusik machte. Er entwickelte sein eigenes diatonisches Balafon, das ihm neue Möglichkeiten und Stile eröffnete.
Seine Erfahrungen im Jazz gaben ihm Gelegenheit, in Afrika, Europa und den USA aufzutreten und seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Er passte das Balafon an verschiedenste Musikstile an, was ihm Begegnungen mit international renommiertern Künstlern ermöglichte. So spielte er inzwischen mit Musikern wie Pharaoh Sanders, Rhoda Scott, Camel Zekri, Lukas Ligeti, Gilles Renne, Philippe Sellam, Trilok Gurtu, Jan Garbarek, Majid Bekkas, Linley Marte, Etienne M'Bape, Habib Koité, Rokia Traoré, Michel Donéda, Xavier Charles, Sekouba Bambino, Paco Séry, Talib Kibwé, Masahiro Sayama, Akétagawa Shoji, Bernard Zadi, Hans Lüdemann.
Mit Georges Makinto sowie den Formationen "Beta Foly", "African Project" und dem "Trio Ivoire" hat er CD-Aufnahmen gemacht. Außerdem spielt er auf Alben von Paco Séry, Manu Solo, Omar Sosa und Majid Bekkas mit. Aly Keita gibt regelmäßig Solokonzerte. 2010 hatte er einen zweimonatige Solotournee durch Ost- und Südafrika für das CCF. Eine erste CD unter eigenem Namen ist 2007 bei Contrejour erschienen, eine weitere mit Balaphon solo 2010.
Aly Keita wurde 2010 mit dem deutschen Weltmusik-Preis „Creole“ ausgezeichnet. Im Auftrag des "Centre de formation et de promotion musicale" in Niamey (Niger) leitete er zwischen 1989 und 1995 Kurse für traditionelle und moderne Musik. Er baut alle seine Instrumente selber und war Balafonlehrer an der Kunsthochschule in seiner Heimatstadt Abidjan. Als Gastdozent gab er Workshops an vielen internationalen Hochschulen, u.a. der Musikhochschule Köln. Auf Initiative von "Y'a pas son deux" bauten Aly Keita und seine Brüder 1999 in Tarascon sur Ariège (Frankreich) das grösste Balafon der Welt.
Chander Sardjoe (drums/ percussion) studierte am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam, die studienfreie Zeit verbrachte er damit, mit den lokalen Bands in Clubs zu spielen. Neben dem vom Institut angebotenen Lehrplan beschäftigte er sich in dieser Zeit viel mit außereuropäischer, nicht-westlicher Musik und begann ab 1994 die Klassische Südindische Musik zu erforschen. Er lernte das Solfege System sowie andere Grundlagen der Klassischen Indischen Musik, bevor er 1995 nach Bangalore und Madras ging. Dort studierte er bei Mridangist N.G. Ravi, einem Schüler des Großmeisters Sivaraman.
Nach seiner Rückkehr nach Amsterdam schloss er sich Steve Colemans Bans „Secret Doctrine“ an und spielte mit „5 Elements“ und „Metrics“.
Obwohl er sich immer viel Zeit zum Nach- und Überdenken nahm, entwickelte sich durch die Integration nicht-westlicher musikalischer Konzepte sein sehr fließender, aber trotzdem artikulierter Ansatz des Schlagzeugspiels, der scheinbar einfach und mühelos klingt.
Ohnehin schon in Ensembles und Bands aktiv, die die Erweiterung ihrer musikalischen Grenzen versuchten, hat Chander zusätzlich in verschiedensten musikalischen Sparten und Situationen gearbeitet, von der Studioarbeit zur Oper, von „straight ahead“ Jazz bis hin zu zeitgenössischer klassischer Musik.
Neben seiner Arbeit als freischaffender Musiker hat Chander u.a.mit den folgendenen Künstlern gespielt und aufgenommen (Auswahl): Steve Coleman, Dave Liebman, Linley Marthe, James Genus, Ronan Guilfoyle, Rudresh Mahanthappa, Aydin Esen, Scott Tinkler, Jamie Oehlers, Lee Konitz, Mark Turner, Geoffroy deMasure, Benoit Delbecq, Jean Luc Lehr, Andy Milne, Rokia Traoré, Cheikh Tidiane Sekh. Chander hat im Laufe der letzten zehn Jahre an über 40 CDs mitgewirkt und tourt mit einer Vielzahl bekannter Musiker aus verschiedensten musikalischen Genres weltweit. Chander Sardjoe ist Mitglied des Mario Canonge Trios und der Gruppe Kartet.
Chander unterrichtet seit 1994 in Konservatorien weltweit und leitete Meisterklassen und Workshops in so bekannten Instituten wie: -
Sibelius Academy, Helsinki (Finnland) - Musikhochschule Berlin - Conservatory of Jyvaskylla, (Finnland) -
Royal Academy of Music (London).
Mehr Infos unter: myspace.com/chandersardjoe
Ausführlichere Angaben zur Biografie von HL, Kritiken u.a. finden Sie hier zum download.